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Die Geschichte des

                   

„PFALZGRAFENSTEIN“

 

 

Die Burg Pfalzgrafenstein ist eine original erhaltene Schifffahrtszollburg aus dem 14. Jahrhundert. 1326 erbaute Pfalzgraf Ludwig der Bayer als erstes Gebäude den Turm im Innenhof. Alleine stehend wurde der Turm gegen die Strömung spitz gebaut, damit der Druck bei Hochwasser nicht zu groß wurde. Im Winter diente die Spitze wenn nötig auch als Eisbrecher. Der Turm ist 36 m hoch, hat 6 Etagen und im 2. Stock wurde im 17. Jahrhundert ein Backofen eingebaut.

 

Ludwig der Bayer war der erste weltliche Fürst, der am Rhein Zoll kassierte. Er wurde deshalb 1327 durch Papst Johannes den XXII. mit dem Kirchenbann belegt und die Bischöfe in Mainz, Trier und Köln sollten ihm das Zollhandwerk legen. Die weltliche Konkurrenz war unerwünscht!

 

Erst auf Grund dieser Auseinandersetzung mit der Kirche erfolgte 1340 der Bau der Außenmauer. Die Mauer hatte ursprünglich nur einen Wehrgang und war 12 m hoch. Erst in der Mitte des 17. Jahrhunderts erhielt die Burg durch den Bau des zweiten Wehrganges und der 4 Verteidigungserker ihr heutiges Aussehen. Sie ist 51 m lang, 21 m breit und 25 m hoch. Die Mauern sind bis zu 2,6 m dick.

 

Die Besatzung der Burg bestand aus ca. 20 Zöllnern, die allerdings nicht in der Burg wohnten. Als Wohngebäude war Pfalzgrafenstein nicht vorgesehen, nur als Zollstation. Allerdings befindet sich im Nordteil der Burg eine Kommandantenwohnung, die einzigen möblierten Räume in Pfalzgrafenstein.

 

1803 kam die „Pfalzgrafschaft bei Rhein“ unter Napoleon an das Herzogtum Nassau und 1866 wurde die gesamte Region preußisch. 1867 stellten die Preußen den Zollbetrieb auf Pfalzgrafenstein endgültig ein.

 

Erwähnenswert ist noch Blüchers Rheinübergang am Jahreswechsel 1813/14. Der preußische Feldmarschall von Blücher (Marschall Vorwärts) ließ sich damals von verbündeten russischen Pionieren eine Pontonbrücke bauen. Diese verlief von Kaub über die Pfalzgrafeninsel auf die linke Rheinseite. In den ersten Januartagen 1814 setzte dann die schlesische Armee mit rund 60.000 Soldaten, 20.000 Pferden und 220 Geschützen über, um Napoleon weiter in Richtung Frankreich zu verfolgen. Näheres dazu erfahren Sie im Blüchermuseum in Kaub!

 

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